Friedel ist ein Phänomen. Er hat erst mit 54 ernsthaft mit dem Fitness-Sport begonnen
22. November 2019

Alter ist keine Ausrede

So kannst auch du mit über 70 aussehen!

Friedel ist ein Phänomen. Seit 17 Jahren geht er wieder regelmäßig ins Fitness-Studio. Der Grund: Selbst kleinere Anstrengungen – wie Treppensteigen – fielen ihm schwer. Damals war er 54 Jahre alt. Heute ist er 71 und in einer Form, von der sich manch 20-Jähriger eine Scheibe abschneiden sollte. LOOX hat den kernigen Ostwestfalen, der inzwischen in Berlin lebt, zum Interview getroffen.

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Friedel, erzähl doch mal ein wenig von Dir? Wie bist Du zum Fitness-Sport gekommen?

Das ist eine lange Geschichte. In der Schule war ich früher der unsportlichste überhaupt. Wenn die anderen Fußball gespielt haben oder bei Bundesjugendspielen, da war ich außen vor. Mit 30 habe ich dann angefangen, ins Gym zu gehen und auf die Figur zu achten. Habe mich auch wohlgefühlt, bin aber dann – so nach 15 Jahren – wegen des Berufs wieder rausgekommen.

Was hat Dich zurück ins Gym getrieben?

Vor 16 Jahren kam der Zeitpunkt, wo ich mit mir nicht mehr zufrieden war. Selbst beim Treppensteigen war ich schon aus der Puste. Ich habe mir gesagt: „Das kann es nicht gewesen sein.“ Habe dann wieder mit Sport angefangen. Bekannte haben geunkt: „Das hältst du keine drei Monate durch.“ Aber ich bin am Ball geblieben. Ich war damals nicht komplett außer Form, aber auch nicht in der Form. Ich war nicht fett oder ähnliches, es war aber auch nicht mehr zufriedenstellend.

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Wie hat sich Dein Training über die Jahre verändert?

Klar. Damals hatte ich wenig Gewicht bei vielen Wiederholungen. Heute versuche ich, es genau andersherum zu machen. Wobei es natürlich in meinem Alter schwieriger ist, Muskelmasse aufzubauen, als etwa bei einem 20- oder 25-Jährigen. Ich will allerdings auch keine Masse mehr zulegen, sondern einfach fit aussehen. Wichtig ist mir, gesund zu bleiben. Darauf liegt mein Fokus.

Wie viel Zeit nimmst Du Dir für Dein Training in der Woche?

Im Gym bin ich vier- bis fünfmal in der Woche, so für zwei bis zweieinhalb Stunden. Grundsätzlich habe ich einen Vierer-Split und den ziehe ich in zwei Stunden durch. Dazu kommen Cardio-Einheiten und Mountainbike fahre ich auch.

Gibt es Übungen, die Dir heute leichterfallen als früher?

Das würde ich nicht sagen. Ich hatte eine Schulter-Operation, weil ich den Arm nur noch 90 Grad anheben konnte. Dadurch habe ich kleinere Einschränkungen.

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Was sind Deine Lieblingsübungen?

Ich trainiere sehr gern den Bauch. Es kann vorkommen, dass ich auch mal eine Stunde lang nur Bauchübungen mache.

Seit wann trainierst Du bei McFIT?

Seit zweieinhalb Jahren. Davor woanders, da hat das Preis-Leistungs-Verhältnis meines Erachtens aber nicht mehr gestimmt.

Worauf achtest Du bei Deiner Ernährung?

Gesunde Ernährung. Bei mir gibt es kein Fast Food. Ich halte keine Diät. Bei mir wird auch frisch gekocht. Viel Gemüse, viel Obst. Fleisch, allerdings natürlich nicht jeden Tag. Ich esse auch mal um 22 oder 23 Uhr warm. Das stecke ich weg.

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Wie reagiert Dein Umfeld auf Deinen Sport? Neid? Anerkennung? Oder gibt es sogar Stimmen, die sagen: „Komm, Du übertreibst jetzt echt. Du könntest ja schon ein Opa sein.“?

Nein, es gibt eigentlich nur Anerkennung. Bei Facebook oder so, da gibt es schon mal den ein oder anderen Kommentar. Aber die gehen eher in die Richtung: „Das kann man in dem Alter nur mit Stoffen erreichen.“ Was natürlich völliger Blödsinn ist. Ein „Stoffer“ sieht anders aus. In der Regel sind die Reaktionen und Kommentare aber positiv.

Wirst Du oft auf der Straße oder im Gym angesprochen?

Von wildfremden Leuten auf der Straße nicht. Auf Messen werde ich schon angesprochen und nach meinem Training gefragt. Der positive Effekt ist natürlich, dass mich keiner auf 70 Jahre schätzt.

Wie wirkst Du auf Frauen?

Positiv (lacht).

Bist Du verheiratet?

Ja. Und meine Frau findet es gut. Die unterstützt mich voll, bekocht mich auch entsprechend und akzeptiert dies zu 100 Prozent.

Wie lange glaubst Du, kannst Du Dein Level noch halten?

Nein, da habe ich keine Pläne. Ich versuche, es so lange zu halten, wie es gesundheitlich geht. Das kannst du ja eh nicht vorausplanen. Niemand weiß, was morgen ist. Dass ich von mir aus sage:„Es reicht“, sehe ich noch lange nicht.

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